Ev. Kirche St. Marien

Der Ursprung der evangelischen Kirche St. Marien im Stadtteil Sooden ist unklar. Aber es handelt sich bei ihr vermutlich um das älteste Gotteshaus von Bad Sooden-Allendorf. Wie der Chronist Bach im 19. Jahrhundert berichtete, war sie einst dem heiligen Nikolaus geweiht, dem Patron der Schiffer und Handelsleute. Später sei sie dann mit einer Kapelle verbunden worden, die der heiligen Maria geweiht war, wodurch sie ihren heutigen Namen erhielt. Tatsächlich entdeckt man, wenn man sich den Stich von Merian ansieht, eine weitere Kapelle mit Turm, Apside und Schiff, deren Existenz nirgendwo sonst erwähnt wird. Sichtbar sind jedoch sandsteinerne Mauerreste, die wohl von dieser alten Kapelle stammen.

Geweiht wurde St. Marien wohl von Bonifatius persönlich, der jedoch nicht die einzige historische Persönlichkeit ist, die diese Kirche so besonders macht. Niemand geringeres als der legendäre Johannes Rhenanus liegt hier begraben.




Gepredigt hat Rhenanus hier jedoch selten. Auch wenn St. Marien seine Wirkungsstätte war, traf man ihn doch eher im Salzwerk. Seine Verdienste um Sole und Salz sind bis heute unvergessen.

Als die Stadt im Dreißigjährigen Krieg abbrannte, am 27. April 1637, brannte die Kirche vollkommen aus. Alle Gewölbe stürzten ein. Erst 1694 wurde das Gotteshaus so hergerichtet, wie es sich uns heute präsentiert. Schon 1653 jedoch erhielt es seinen heutigen Altar. Heute präsentiert sich der Bau in gotischer Art.

Weiterführende Links:

Wikipedia-Eintrag über die Kirche St. Marien