Grenzmuseum Schifflersgrund

Es ist einigen Aktiven um Wolfgang Ruske zu verdanken, dass nach dem Mauerfall und der folgenden Auflösung der innerdeutschen Teilung nicht alle Grenzanlagen zwischen Bad Sooden-Allendorf und Wahlhausen abgebaut wurden. Er hatte ein Museum im Sinn, das schon am 3. Oktober 1991 eröffnet wurde – das erste Grenzmuseum Deutschlands.

Ausstellungen im Grenzmuseum Schifflersgrund

In sieben Themenbereichen informiert das Grenzmuseum Schifflersgrund vom Kriegsende, über die Entwicklung der Besatzungen und natürlich über DDR-Wissen wie Leben im Sperrgebiet und den Niedergang der DDR im Jahr 1989.

Neben vielen Fahrzeugen werden hier auch Fluggeräte gezeigt. Ein besonderer Teil widmet sich Heinz-Josef Große, der nahe des heutigen Museumsstandortes bei seinem Fluchtversuch aus der DDR erschossen wurde. Sein Fluchtgerät wird ebenso gezeigt wie Fotos, Dokumente und an einem Aussichtspunkt kann man das Kreuz sehen, an dem er starb.

Standort vom „Wandfrieder Abkommen“ betroffen

Das Museum steht übrigens auf einem Stückchen Land, das 1945 als Teil des so genannten „Wanfrieder Abkommens“ der späteren DDR zugeschlagen wurde. Die USA und die Sowjetunion handelten dieses Abkommen in Wanfried aus, das einige Kilometer südlich vom Museum liegt.

Die ganze Geschichte der Grenzöffnung zwischen Bad Sooden-Allendorf und Wahlhausen wurde in einer Filmdokumentation aufgearbeitet:

Weiterführende Links:

Internetseite des Grenzmuseums Schifflersgrund
Wikipedia-Eintrag des Grenzmuseums Schifflersgrund
Eintrag vom Wolfgang Ruske im DDR-Zeitzeugenbüro